Hochlagenaufforstung

Wer hat Interesse an einem Aufforstungsprojekt teilzunehmen?

Seit 1984 organisiert der DAV in jedem Jahr Pflanz-Aktionswochen im alpinen Schutzwald. Unter der Anleitung von Förstern werden Bäume gepflanzt, Steige angelegt und Schutzbauten gegen Schnee und Wild errichtet.

Ziel der Schutzwaldpflege ist es, einen gemischten Bergwald mit verschiedenen Altersstufen aufzubauen und dauerhaft zu pflegen.

Im jedem Sommer waren mehr als 100 freiwillige Helfer und Helferinnen aus dem gesamten Bundesgebiet für den alpinen Schutzwald in Bayern aktiv. In jeweils 16 Aktionswochen wurden jährlich mehr als 20.000 Bäumchen gepflanzt, Jungwald gepflegt und Zustiegswege instand gesetzt.

Vorrausetzung für die Teilnahme am Schutzwaldprojekt sind gute Kondition, Trittsicherheit und Freunde am Arbeiten in der Gruppe und in der Natur. Die Aktion erstreckt sich über eine Woche. Anreise ist in der Regel am Sonntag, Abreise am Freitag. Als Unterkunft stehen einfache Forst- und DAV-Hütten (meist als Selbstversorgerhütten) zur Verfügung. Als Ausrüstung sind wetterfeste Kleidung und gute Bergschuhe unabdingbar. Die Teilnehmer sollten älter als 18 Jahre sein und müssen nicht Mitglied im DAV sein.

Bergwald ist Schutzwald

Er schützt vor

  • Lawinen und Steinschlag
  • Bodenerosion
  • Hochwasser

Er ist besonders gefährdet durch

  • Überalterung
  • kritischen Gesundheitszustand
  • Verbiss

Er benötigt Hilfe durch Pflege

  • Naturverjüngung
  • Pflanzung und Erstaufforstung
  • Umbau
  • Verbiss-Schutz

Deshalb organisiert der Deutsche Alpenverein bereits seit 1984 zusammen mit den Bayerischen Gebirgsforstämtern die Aufforstungswochen. Damit haben engagierte Menschen von Juli bis September die Möglichkeit, sich aktiv an der Erhaltung des Bergwalds zu beteiligen. Die freiwilligen Helfer pflanzen im Schutzwald Bäume, legen aber auch Steige an oder errichten Wildschutzzäune. Es handelt sich in der Regel um Pflanzarbeiten; darüber hinaus werden in einzelnen Veranstaltungen auch Einrichtungen zum Schutz vor Schneegleiten oder schmale Wege (Steige) zur besseren Erreichbarkeit der Pflanzungen gebaut.

Die Arbeitsorte sind in der Regel im Gebirge, teilweise an sehr steilen Hängen. Gute Berg-schuhe und wetterfeste Kleidung sind erforderlich. Es handelt sich um körperlich anstren-gende, schweißtreibende Arbeit. Aus diesem Grund sind keine Personen unter 18 Jahren zur Teilnahme zugelassen. Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie gute Kon-dition sind Voraussetzung! In der Regel werden die Teilnehmer von den begleitenden Forst-beamten mit einer Exkursion oder einem Vortrag in die Region eingeführt. Dabei kommen die Probleme des Schutzwaldes zur Sprache, wie Erosion, Wildbestände, Lawinengefahr, Emissionen und Luftschadstoffe. Vereinzelt werden von den Forstämtern auch weitere Ex-kursionen oder Vorträge angeboten. Besonders geschätzt wird von den Teilnehmern das Erlebnis, im Freien gemeinsam für die Natur aktiv zu sein. Immer wieder wird auch berichtet, dass sich unter den Teilnehmern Freundschaften entwickeln, die über die Veranstaltung hin-aus bestehen bleiben.

Die Unterkunft erfolgt meist in den Diensthütten der Forstämter mit Selbstversorgung. Für diese einfachen Lager ist ein Schlafsack mitzubringen; Kochgelegenheit ist in der Regel vor-handen. Bei einigen Veranstaltungen werden die Teilnehmer in bewirtschafteten (Halbpension) oder Selbstversorger-Hütten (SV) des DAV untergebracht. Für alle AV-Unterkünfte übernimmt das Referat Natur- und Umweltschutz des DAV die Kosten für die Übernachtung. Die Verpflegung geht zu Lasten der Teilnehmer. Wo keine Selbstversorgung möglich ist, finanziert der DAV (wegen der höheren Verpflegungskosten) Übernachtung plus Frühstück. Für Studierende, Arbeitslose etc. können Anreisekosten erstattet werden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet-Angebot des DAV.


 

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